Hühner im Winter halten

Da stellt sich die Frage – macht das einen Unterschied? Winter, Sommer…
Als Hühnerneuling schaffst Du dir Deine Hühner vermutlich im Frühjahr oder Sommer an. Die Tage sind lang, es regnet wenig und selbst der billigste Baumarkt-Hühnerstall scheint völlig ausreichend für Deine Hühner. Sie nutzen ihn sowieso nur zum Schlafen und Eierlegen. Wenn der Herbst kommt merkst Du langsam ob Dein Stall etwas taugt oder ob da noch Arbeit (und Geld!) investiert werden muss.

Unseren ersten Hühnerwinter haben wir so lala hinter uns gebracht – die täglichen Arbeiten waren unangenehm, weil feucht und kalt.  Wir hatten einen kleinen Stall, in den ich mich reinbücken musste zum Saubermachen – vom Dach aussen tropfte mir entweder Wasser auf den Nacken, oder ich hab mich sehr beeilt, weil ich von oben dauerberegnet wurde. Das Futter stand unter dem Stall und auch wenn der Inhalt trocken blieb, so wurden die Hühner beim Fressen immer leicht nass (sie ragten halb unter dem Stall raus) . Sie waren insgesamt „not amused“. Ich habe Besserung gelobt und mich für einen begehbaren Stall entschieden, den wir im darauffolgenden Winter nochmal gepimpt haben um den Hühnern die wirklich ekelhaften Wochen/Monate angenehm zu machen. Und letztlich: auch uns.

Was brauchen Hühner im Winter?

Bei Winter denkst Du vermutlich erstmal an „kalt“. Und an zweiter Stelle an „nass“. Was Deine Hühner angeht, kümmer Dich erstmal um das „nass“. Hühner und Kälte geht gut, Hühner und Feuchtigkeit geht auf Dauer gar nicht.

Der Hühnerstall im Winter

Das A und O beim Hühnerstall im Winter heißt: trocken und frei von Zugluft. Wenn Dein Stall gemauert ist, wirst Du damit wenig Probleme haben. Bei einem Holzstall sieht’s anders aus. Wenn die jetzt immer häufiger auftretenden Herbst- und Winterstürme kommen, wird der Regen – je nach Standort Deines Stalls – richtig vom Wind zwischen die Bretter reingedrückt. Wir stehen in einer richtigen Windschneise und als unser Garten- /Hühnerhaus in den ersten Winter ging hat man am nächsten Morgen immer ganz klar gesehen wo die Schwachstellen sind. Das waren richtig große, feuchte Flecken innerhalb des Stalls. Und das Klima im Stall war dann entsprechend unangenehm.

Beste Gegenmaßnahme: ausreichend Dachüberstand und zusätzliche, kleine Vordächer an den besonders exponierten Aussenseiten. Das Dach sollte auf alle Fälle mit Dachpappe vor Regen geschützt sein.

Bäh, der Hühnerauslauf ist matschig!

Nicht nur für den Hühnerhalter unangenehm… Auch Hühner laufen nicht immer gern in der Pampe in die sich ein stark beanspruchter Auslauf bei Regen verwandelt. Hühnerrassen mit befiederten Beinen (Cochin, Brahma, Lachshühner, etc.) sollten nicht im matschigen, nassen Auslauf gehalten werden. Der nasse Dreck der in den Federn hängenbleibt erschwert es den Hühner sich richtig warm zu halten und beschert Dir im Stall noch eine ordentliche Sauerei. Im Hühnerforum war auch schon von Ballenabszessen zu lesen, nachdem die Hühner über Tage nur nasse Füße hatten. Klingt für mich logisch, wobei ich sagen muss, dass die Hühner dann halt in den Stall laufen würden, wenns ihnen zuviel wird. Wenn der Stall aber klein und überdachter, also trockener Auslauf nicht vorhanden ist, kann es problematisch werden.

Prinzipiell ist es den Hühner zwar egal ob sie durch den Schmodder laufen. Je nach Größe des Auslaufs und dem Aufwand Deiner Hygienemaßnahmen (= Hühnerkacke aufsammeln) bilden sich aber schnell richtige „Fäkalienpfützen“. Die Hühnerkacke wird richtig reingewaschen in den Boden und in die Pfützen und Hühner sind ja recht schmerzfrei bei der Wahl ihrer Tränken. Dass Hühner ständig irgendwie in Kontakt mit ihrem Kot sind ist normal und davon wird kein Huhn krank. Aber über mehrere Tage in einem schmierigen Auslauf mit Kackpfützen ist zuviel und läuft nicht mehr unter „sind doch Tiere, die packen das schon“.

Wie immer gilt: die Größe des Auslaufs bestimmt das Ausmaß des Betüddelns. Wenn Du für 5 Hühner 100m2 Auslauf hast, den du regelmässig von Hühnerkot befreist, kannst Du entspannt bleiben – der Keimdruck wird nicht zu hoch sein. Alles was unter 10m2 pro Huhn liegt solltest Du genauer planen.

Den Hühnerauslauf überdachen

Den Hühnerauslauf trocken zu halten muss nicht heißen eine überdachte Voliere zu bauen. Es genügt, wenn Du Deinen Hühnern einige trockene Stellen ausserhalb des Stalls bietest. Das Wichtigste dabei: ein trockenes Staubbad.

Ein Foliengewächshaus oder Pavillion aufstellen

An einer windgeschützten(!) Stelle kannst Du ein Foliengewächshaus oder einen kleinen Gartenpavillion mit Seitenwänden aufstellen und am Besten das Staubbad dort gleich mit integrieren. Bei uns würde das wegen dem starken Wind vermutlich nicht halten, aber wenn das bei Dir geht, bekommst Du auf Ebay/Ebay Kleinanzeigen für wenig Geld schon ein paar m2 Trockenheit für Deinen Auslauf.

Den Hühnerstall erweitern

Wenn Du einen dieser kleinen Hühnerställe hast, die sowieso leicht erhöht stehen, dann nutz den Raum unter dem Stall als regenfreie-Zone. Stell den Stall auf ein größeres Podest – das kann auch ein alter, im Boden verankerter Tisch sein – und bespanne es 3-seitig mit Plastikfolie.
Wir hatten zufällig noch einen 2-seitigen „Verschlag“ aus Metallgestänge und Wellplastik, den wir jetzt an eine Seite des Hühnerstalls montiert haben. Mein Plan B wäre gewesen 2 lange Holzlatten aus dem Baumarkt vom Stalldach schräg zum Boden laufen zu lassen, die ich dann mit Plastikfolie bespannt hätte. Damit hast Du ein halbes „Zelt“ an der Seite des Stalls. Mit dem Vorteil, dass auch hier der Regen nicht so ins Holz drücken kann.

Kleinere Trockenoasen schaffen

Auf meiner Pinnwand für Saubbäder sind ein paar witzige Ideen wie man ohne viel Aufwand ein trockenes Staubbad anlegen kann. Mein Favorit: die Plastiktonne!
Das kann aber auch ein paar Paletten mit Plastikfolie verkleidet sein, oder ein großes Katzenklo.

Aus Paletten, oder einem alten Tisch und Plastikfolie läßt sich auch 1 m2 Trockenraum schnell und günstig aufstellen. Die Hühner sind froh, wenn sie verschiedene kleine Bereiche im Auslauf haben, die trockenbleiben und wo sie Gefiederpflege betreiben können (oder einfach abhängen 🙂 )

Auch ein Klassiker auf Pinterest:  das umfunktionierte Schaukelgerüst. Wenn Du das entsprechende Grundgerüst aus Metall nicht auftreiben kannst (Ebay Kleinanzeigen) dann empfehle ich Dir zeltartige Konstruktionen, oder Tipis. Die sind einfacher stabil aufzustellen, auch für Nicht-Handwerker. Da muß das mit den Winkeln und der Statik nicht so genau genommen werden 😉

Steinplatten im Auslauf

Genauso wichtig wie Schutz von oben ist auch der Nässeschutz von unten. Schon allein für Dich als Halter, der es wesentlich leichter hat wenn er nicht durch den Auslauf schlingert, sondern festen Fußes die täglichen Aufgaben dort verrichten kann. Am einfachsten legst Du Dir ein paar Gartenplatten aus Stein in den Auslauf für die Wege die Du häufig bestrittst (zum überdachten Futterplatz, zum Öffnen der Stalltür).

Sehr bewährt hat sich bei mir eine große Steinplatte als Untergrund für die Futterschüssel. Ich lege manchmal eine zweite Schüssel mit Futter ein Stück weiter weg, damit die zaghafteren Hühnchen auch zum Zuge kommen aber was dort zu Boden fällt mögen die Hühner nicht so gern aufpicken. Nach einigen Regentagen haben die Reste dort sogar einmal angefangen zu schimmeln – ich achte jetzt immer akribisch darauf alles was nicht gefressen wird dort wegzukratzen. Auf der Steinplatte bleibt das zwansgläufig verschüttete Futter sauber liegen und wird nach und nach aufgepickt.

Und: am liebsten stehen die Hühner bei Regen auf dem überdachten, gepflasterten Holzunterstand, den wir für Geräte haben. Obwohl sie auch andere Möglichkeiten finden. Aber auf Steinboden steh’n sie einfach am Liebsten.

Welchen Untergrund für den Hühnerauslauf

Wenn Dir der Matsch trotz allem noch zuviel ist, kannst Du auch durch Aufschütten von Materialien wie Kies, Rindenmulch oder Hackschnitzel Abhilfe schaffen.
Lass die Finger von Stroh! Das wird eine widerliche, feste Matte, die Du nicht mehr wegbekommst! Ich spiele gerade mit dem Gedanken den Bereich um den Stall mit Rindenmulch aufzufüllen. Bleibt erstens trockener und die Hühner haben zusätzlich mehr zum Scharren. Regelmässig wieder zusammenkehren sollte dann reichen.

Während Du bei entsprechend großem Hühnerauslauf und/oder gezielter Wechsel“beweidung“ den Großteil der Fläche grün halten kannst, wird der intensiv genutzte Bereich direkt um den Stall früher oder später immer eine Erdwüste sein. Dort wird nichts mehr wachsen und es ist kein Problem, wenn Du dort mit Rindenmulch oder Kies gleich Tabula rasa machst. Eine Art Begrenzung macht aber Sinn, damit sich der Kies oder Rindenmulch nicht im kompletten Auslauf verteilt. Ein dicker Holzbalken (wie für eine Beetbegrenzung) oder, was mir besonders gefällt, Baumstümpfe (siehe dieser Pin) trennen die Bereiche und machen das Zusammenkehren weniger mühsam. Hühner arbeiten Rindenmulch echt mit Leidenschaft um!

Hühner im Regen

Dürfen meine Hühner also am Besten gar nicht in den Regen? Nein, so dann auch wieder nicht. Viele Hühner (meine auch, im Sommer) laufen bei Regen fidel durch die Gegend und sitzen abends wie nasse Waschlappen auf der Stange. Wenn sie das in ihrem geräumigen, trockenen, zugluftfreien Stall tun ist das kein Problem – sie gehen freiwillig, obwohl trockener Platz vorhanden wäre. Aber mehrere Tage am Stück machen das nur wenige Hühner und es ist ein Unterschied ob sie können oder müssen. Es gibt genug Hühner die den Schnabel nicht raushalten wenns Dauerregen hat. Du musst Deine Hühenr also nicht trockenrubbeln oder Dir Sorgen machen, wenn sie sich frewillig und trotz genügend Trockenfläche klitschnass laufen. Dann packen die das schon.

Problematisch wird es für ein nasses Huhn aber wenn es kalt wird…(logisch)

Hühner im Schnee

Womit wir beim „kalt“ wären. Wobei – Schnee und Regen nimmt sich ja nicht viel. Auch hier kommts vermutlich auf das Huhn an, aber meine sind bei Schnee extrem zimperlich. Das kurze Stück vom Stall zum überdachten Futterplatz und Staubbad flattern sie mehr denn dass sie gehen. Manchmal muss ich sie regelrecht rausschmeissen!
Den gesamten Auslauf zu räumen ist übertrieben, aber die gern frequentierten Wege kannst Du ihnen schon freischaufeln.

Den Hühnerstall winterfest machen

Gleich vorneweg: Du mußt Deinen Hühnerstall nicht isolieren. 
Wir haben hier im Extremfall nachts bis zu -20°C und keinen isolierten Stall. So wie sich die Winter über die Jahre entwickelt haben werden wir solche Rekord-Tiefs wohl eher selten spüren. Wichtiger ist es in jedem Fall einen trockenen und zugluftfreien Stall zu haben. Steck also Deine Planung und Dein Geld lieber in diese Ausbaumaßnahmen.

Einen Stall gut und richtig zu isolieren braucht Einiges an Tüftelei um daraus einen Mehrwert für die Hühner zu ziehen. Wenn Du Deinen Stall zu „dicht“ machst, holst Du Dir Feuchtigkeit rein, wenn Du einfach mal ein Dämmmaterial hinter das Holz tackerst baust Du den Milben ein gemütliches Zuhause.
Soll heißen: wenn Du Dich intensiv mit dem Thema Dämmung auseinandersetzen willst und ein durchdachtes Konzept sauber umsetzt werden sich die Hühner sicher freuen. Klar, sie haben es nachts auch lieber angenehm als saukalt. Aber: sie haben es nachts lieber saukalt, als feucht und vermilbt. Gegen beides können sie sich selbst nämlich nicht schützen.

Ich habe zur Isolierung im Winter immer eine dicke Schicht Einstreu auf dem Kotbrett und auch sonst mehr Einstreu im Stall als im Sommer.
Nachdem im letzten Winter die Hühnerkacke morgens gefroren unter der Sitzstange lag, habe ich zusätzlich über dem Schlafbereich (also über der Sitzstange) ein Netz gespannt auf das ich dick Heu gepackt habe. Eine Art Zwischendecke also, aber mit Luft zur tatsächlichen Holzdecke.
Zusätzlich habe ich vor die Sitzstange eine Schnur gespannt an die ich 2 große leere Futtersäcke aus Papier gefädelt hatte – wie einen Vorhang. Damit haben die Hühner sowas wie eine kleine Schlafkammer innerhalb des Stalls gehabt und waren auch vor möglicher Zugluft geschützt. Die Konstruktion ist „luftig“ genug um entstehende Feuchtigkeit von den Hühnern weg zu leiten und auch der Hühnerkot war ab dann morgens nicht mehr gefroren.

Seit ich diesen Sommer den DIY Schallschutz eingebaut habe, brauche ich die Säcke nicht mehr. Die Zwischendecke aus Heu habe ich aber wieder eingezogen. Mit 4 Haken an den Wänden des Stalls ist sie schnell ein- und wieder ausgebaut.

Da meine Hühner gut durch die Mauser gekommen sind, haben sie ein intaktes Federkleid das ausreichend bei Minusgraden isoliert. Sie kuscheln sich nachts auch eng aneinander und wärmen sich gegenseitig.

Im Gegensatz zu Wildvögeln haben die Hühner aber eine Schwachstelle, um die Du Dich kümmern solltest, wenn die Temperaturen in die Minusgrade gehen:

Hühnerkamm-Erfrierung – gibts sowas?

Das Kamm- und Kehllappengewebe ist weniger stark durchblutet und hat keine schützende Fettschicht. Wenn es draussen zu kalt ist kann der Kamm (und die Kehllappen) Deiner Hühner tatsächlich erfrieren. Noch schneller passiert das, wenn die Luft im Hühnerstall feucht ist. Die Feuchtigkeit vereist regelrecht auf der Haut. Wie das aussieht? Der Hühnerkamm wird schwarz und die erfrorenen Teile (meistens die Spitzen) sterben ab oder entzünden sich. Sieht schmerzhaft aus und ist es vermutlich auch. Im vergangenen Winter sind mir bei unserem Hahn eines morgens dunkle Spitzen am Kamm aufgefallen, die sich dann tatsächlich schwarz verfärbt haben. Er hat das – zum Glück – gut überstanden, aber ich habe trotzdem in Zukunft vorgebeugt.

Vaseline oder Melkfett auf den Kamm

So wie Du dir vermutlich bei eisigen Temperaturen draussen eine Wind- und Wettercreme ins Gesicht schmierst, kannst Du Deinen Hühnern auch alle paar Tage eine dünne Schicht auf Kamm und Kehllappen auftragen. Am Leichtesten Abends wenn sie schon auf der Stange sitzen.  Sicher gibt es noch andere Cremes die sich dazu eignen aber wichtig ist: die Creme darf kein Wasser enthalten!!

Trocken, trocken, trocken

Am wichtigsten ist und bleibt aber die Stallluft trocken zu halten. Hohe Minusgrade bei staubtrockener Luft sind weniger gefährlich als knapp unter 0°C und feuchte Luft.
Wenn Du mit Feuchtigkeit ein Problem im Stall hast, dann sorge auf alle Fälle tagsüber für offene Türen/Fenster und zur Not: auch nachts. In trockener Luft können sich die Hühner gut warm halten – in feuchter, kalter Luft nur schwer.

Gegen nasse Kehllappen, die beim Trinken in der Tränke baumeln kommt aber auch ein trockener Stall nicht an. Wenn Dir das bei Deinen Hühnern schonmal aufgefallen ist, dann rate ich zum Einschmieren.

Die Tränke eisfrei halten

Gleich vorneweg: wenn es Nachts unter 0°C hat ist meine Tränke morgens nicht eisfrei. Ich habe keinen Strom am Stall und die DIY Methoden mit Grablichtern in Keksdosen etc. sind mir einfach zu riskant. Aber: Wasser muss tagsüber immer eisfrei zur Verfügung stehen.

Ich habe das für mich so gelöst, dass ich morgens eine Kanne heißes Wasser in die gefrorene Tränke gebe und bei Bedarf am nachmittag nochmal. Das hat vergangenen Winter hier in Oberbayern gereicht um die Hühner tagsüber mit Wasser zu versorgen. Dieses Jahr wird das vermutlich nicht mal nötig sein, wenn das mit dem Winter so weitergeht…

DIY Frostschutz für Geflügeltränken

Sollten die Temperaturen aber tatsächlich dieses Jahr noch fallen, werde ich mal diesen Tipp (oder hier) probieren, der sich für größere „kopfüber“ Tränken eignet.
Eine  1/2 Liter Plastikflasche ca. halbvoll mit Wasser füllen und soviel Salz dazugeben bis das Wasser gesättigt ist, also kein weiteres Salz mehr lösen kann. Gut verschließen! Diese Flasche kommt dann in die Tränke die normal mit Wasser gefüllt wird.

Ich bin relativ skeptisch warum das funktionieren soll und einige, im Netz dokumentierte, Selbstversuche zu dieser Technik (egal für welche Tier-/Tränkenart) sind eher ernüchternd. Andererseits gibt es in etwa genausoviele Berichte, dass es funktionert. Versuch macht kluch und wenn es das Wasser nur über Nacht vor dem kompletten Zufrieren bewahrt wäre das schon perfekt für meine Zwecke. Ein paar Ping-Pong Bälle in der Tränke könnten zugegebenermassen denselben Effekt haben – aber das Salzwasser bringts wohl speziell.

Wenn Du diesen Trick schon mit Erfolg probiert hast, freue ich mich über Berichte!!

Was fressen Hühner im Winter

Bei Kälte haben Deine Hühner einen erhöhten Energiebedarf den Du mit ein paar Extras decken kannst:

Fette und Eiweiß

  • Nüsse, Hanf, Rosinen, Sonnenblumenkerne und Mais geben eine Extraportion Fett, die Du bevorzugt Abends mit in die Körnermischung geben kannst. Damit haben die Hühner etwas um sie Energie-technisch durch die kalte Nacht zu bringen.
  • Mehlwürmer sind Eiweißbomben die Du täglich mit ins Futter geben kannst
  • hochwertiges Speiseöl (z.B. Sonnenblumenöl) – ich gebe morgens ca 1/2 EL pro Huhn mit ins Weichfutter

Vitamine!

  • Karotten, Äpfel (ich gebe jeden Tag die kleingeschnittenen Schalen unseres enormen Apfel- und Karottenkonsums mit ins Futter)
  • Bennnesseln (im Winter eben getrocknet) sind ein super Vitamin-Lieferant
  • Keimlinge und Sprossen versorgen die Hühner im Winter mit Grünzeug und Vitaminen (hier geht’s zur Anleitung wie Du dir Sprossen selbst ziehst)

Oregano, Knoblauch und Zwiebeln gebe ich zwar das Jahr über immer in irgendeiner Form mit ins Futter oder Wasser. Gerade im Winter sind geriebene Zwiebeln + Karotte im Futter und Knoblauch im Trinkwasser (eine zerdrückte Zehe alle paar Tage mal) eine prima Unterstützung für den Darm und das Immunsystem Deiner Hühner.

Ein paar Hintergrundinformationen zu Zwiebel & Co. in der Hühnerfütterung kannst Du auch hier nachlesen: http://www.brahmazucht.eu/Lesesaal/Fuetterung/Zwiebelgewaechse.pdf

Und was brauchen sie nicht…?

Auf was Du im Winter vielleicht noch verzichten kannst habe ich in diesem Artikel zusammengefasst – das sprengt sonst den Rahmen eines Beitrag.

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Kommentare

  1. Al

    Ein Teil meiner Hühner baumt jeden Abend auf,4-6 Meter hoch in einem alten Holunder,Sommer wie Winter,egal ob es Warm,Heiß,Kalt,Naß oder Windig ist.Ein großer Stall ist vorhanden,aber ein Teil will nicht rein.Bisher gab es nur Verluste durch einen Rotmilan der sich in den frühen Morgenstunden gerne mal sein Frühstück hohlte.Ergo,Hühner sind robuster als man denkt.

    • Denise

      Ha, super! 😀 meine ersten Hühner sind am ersten Abend auch hoch in den Zwetschgenbaum geflogen – ich natürlich in voller Panik wieder runtergeholt! Im Nachhinein denke ich, ist es vielleicht nicht so arg – Angst hätte ich nur vor dem Marder. Der klettert ja. Aber temperaturmässig hätte ich auch wenig Bedenken. Das muss ein lustiger Anblick in der Früh sein – der Baum voller Hühner! 🙂

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