Sind Haferflocken für Hühner schädlich?

Immer mal wieder lese ich etwas über die Hühnerhaltung was mich stutzig macht.
Pünktlich zum Winteranfang war es ein kritischer Artikel von Kathy Shea Mormino mit dem reißerischen Titel „Der schockierende Effekt eines Haferfrühstücks auf Hühner“.

Kathy betreibt einen sehr informativen und oft auch kritischen Blog zum Thema backyard chicken keeping (also sowas wie Hinterhof-Hühnerhaltung 🙂 ). Sie spricht für Ihre Artikel auch direkt mit Profis wie Tierärzten oder Futtermittelexperten und liefert für ihre Beiträge detaillierte Quellen. Manche ihrer Ansichten sind mir zu radikal, aber auch wenn ich auf bestimmte Dinge nicht verzichten werde, ist es hilfreich zu wissen, wo genau die Gefahren oder Probleme liegen könnten. So auch bei Haferflocken (wer hätte das gedacht?!)

Eine reine Haferflocken Mahlzeit tötet Deine Hühner

So in etwa die Quintessenz Ihres Artikels. Ganz schön krass…oder?
Ich füttere zwar selten Haferflocken, aber gerade bei der Kükenaufzucht sind Haferflocken immer mit dabei. Und eigentlich habe ich gedacht, dass ich meinen Hühnern damit besonders im Winter etwas richtig Gutes tue. Ein Blick in die Foren der Hobbyhühnerhaltung zeigt: damit stehe ich nicht alleine da. Können soviele Hühnerhalter ihre Hühner so falsch füttern?

Damit Du Dir für Dich (und Deine Hühner) eine Meinung bilden kannst, habe ich Ihren Artikel hier in etwas gekürzter Version auf deutsch übersetzt. Wenn Du den Originalartikel noch nachlesen willst, findest du ihn hier

Haferflocken sind für Hühner nicht nahrhaft genug

Haferflocken (oder besser: ein warmer Haferbrei, mit viel Wasser schön sämig gekocht) ist für uns ein gesundes Frühstück, ganz klar.
Die Verdauung von Hühnern unterscheidet sich aber von der des Menschen und im Fall von Hafer (wie auch anderen „Cerealien“ wie Gerste, Roggen und sogar Weizen) sind ausgerechnet die Stoffe (Beta-Glucan), die für uns so gesund sind, für Hühner schädlich.

Kathy Shea Mormino hat für Ihre Analyse des Nährwerts von Haferflocken für Hühner einen Geflügelernährungsspezialisten befragt. Dr. Patrick Biggs von Purina Animal Nutrition sollte die Problematik einer Hafermahlzeit für Hühner erklären.

Du meinst, das riecht nach versteckter Werbung für Marken-Fertigfutter? Ich kann Dich beruhigen: der Nährwertvergleich lässt sich auf jedes sorgfältig zusammengestellte Futter für Legehennen abbilden. Nimm die Info und ignoriere, dass da Layena® steht (gibt’s bei uns vermutlich eh nicht zu kaufen).

Der Nährstoffbedarf von Legehennen

Eine Legehenne benötigt täglich ca. 38 unterschiedliche Nährstoffe. Ein komplettes Futter enthält also mehrere Körner und andere Komponenten, die sorgfältig gemischt werden, um das richtige Gleichgewicht dieser Nährstoffe in ihren jeweils präzisen Mengen zu erreichen. Hafer/Haferflocken sind in dieser Hinsicht keine vollständige, ausgewogene Nährstoffquelle – keine der Einzelkomponenten (für sich gesehen) einer Futtermischung ist das.

Das zusätzliche Hinzufügen von Hafer zum regulären Legemehl verdünnt logischerweise die komplette Nährstoffbilanz. Eine derart gestreckte Ernährung ist für Legehennen nicht optimal, aber das gilt für jedes Abweichen/Verschieben der Nährstoffzusammensetzung von gut entwickeltem Legemehl/Legekorn.
Soll heißen: Egal welchen Anteil Du aus Deiner Futtermischung erhöhst – Du verschlechterst das optimale Nährstoffangebot der Mischung.

Warum Du Deinen Hennen – besonders Legerassen – nicht einfach irgendwas zu fressen geben darfst kannst Du im Beitrag „Mein Bestes Futter für Legehennen“ nachlesen.

Hühner artgerecht füttern

Hühner sind von Natur aus keine „Mahlzeit-Esser“. Sie picken den ganzen Tag vor sich hin und sichern sich so, gerade im Winter, die kontinuierliche Brennstoffzufuhr, die sie benötigen. Bei kaltem Wetter kann man von einer Henne erwarten, dass sie etwa 130g Futter frisst. Nehmen wir an, sie frisst am Morgen 60g Futter. Wenn diese 60g aus einer warmen Haferbrei-Mahlzeit bestehen, würde sie aus dem Hafer nur 3,6 g Protein im Vergleich zu 9,07g Protein aus einem „kompletten“ Futter bekommen (unter der Annahme einer Mischung aus 50% Hafer, 50% Wasser. Aber je höher der Wasseranteil, desto niedriger natürlich das Protein.)

Kathy hat in ihrem Beitrag eine Übersicht, die den Unterschied im Nährstoffgehalt zwischen Layena® Legemehl und einer reinen Hafermahlzeit aufzeigt (je 2 ounces, das sind knappe 60g). Alle Nährstoffe sind in der Hafermahlzeit, im Vergleich zu einer Ration dieses Legemehls/-korns niedriger.
Besonders stark fällt der Unterschied im Gehalt von Kalzium und Phosphor auf. Die B-Vitamine sind beim Hafermehl niedriger und die Vitamine A, D und E sind fast nicht existent. Eine regelmässige Fütterung mit hauptsächlich Hafer wirkt sich negtiv auf die Eierproduktion und Knochenstärke bei Hühnern aus. Da 60g so einer Hafermahlzeit (wie oben angenommen) schon 40% der Tagesration ausmachen, würde eine Legehenne ihren Tag ernährungsphysiologisch im Minus beginnen. Besonders im Winter oder auch z.B. in der Mauser ist das kritisch.

Kathy führt in ihrem Artikel ein Interview mit Dr. Biggs in dem sie u.a. diese Frage stellt:

Wärmt ein warmes Frühstück (sie bezieht sich auf einen warmen Haferbrei/Haferschleim) ein Huhn bei kaltem Wetter?

Dr. Biggs: Nein. Die Körpertemperatur eines Huhns ist etwa 10 Grad wärmer als die des Menschen. Zusätzlich hat es einen Mantel aus Federn zur Isolierung, der etwa 22 Mal mehr Isolierung bietet als Haut und Muskeln bei gleicher Dicke. Bei kaltem Wetter halten Sie Hühner gesund und „komfortabel“, indem Sie ihnen einen trockenen, zugfreien Stall mit Zugang zu einem nährstofftechnisch ausbalancierten Futter und sauberem Trinkwasser bieten. Hühner mit einem trockenen, wind- und zugfreien Unterschlupf zu versorgen, ist der beste Weg, um Ihre Hühner vor Erfrierungen zu schützen.
Um den Winter zu überleben sind Hühner auf eine ernährungsphysiologisch vollständige Fütterung angewiesen. Wenn sie zum Frühstück nur Haferflocken bekommen, ist ihre Ernährung „verdünnt“ und sie sind nicht mehr in der Lage, die essentiellen Nährstoffe in ihrem Hühnerfutter aufzunehmen (dazu weiter unten Genaueres).

Merke: Mit einem warmen Haferbrei (als besonderes Leckerli für kalte Wintertage) erweist Du Deinen Hühnern also einen echten Bärendienst.

Der Anti-Ernährungsfaktor: Beta-Glucan

Hafer (sowohl gekocht als auch roh) enthält einen, für Hühner, anti-nutritiven Faktor: Beta-Glucan.
Beta-Glucan verbindet sich mit Wasser im Darm zu einer dicken, gel-artigen Masse, die den Inhalt des Darms übermässig verdickt (im Englischen bekannt als „Digesta“). Dieser Zustand wiederum hindert Hühner daran ihre Nahrung richtig zu verdauen und die Nährstoffe im Hafer und in allem anderen, was sie fressen, aufzunehmen.

Diese schlechte Aufnahme verursacht dann einen dicken, klebrigen Kot, der andere Gesundheitsgefahren birgt: er erhöht z.B. den Feuchtigkeitsgehalt der Einstreu, was wiederum Risiken für die Gesundheit der Atemwege oder die Gesundheit der Fußballen nach sich zieht und das Wachstum von Krankheitserregern fördert.

Dieser übermässig „eingedickte“ Darm wurde auch als Ursache für nekrotische Enteritis belegt (Siehe Fotos hier und hier). Eine bakteriell bedingte Krankheit, die die Darmwand des Huhns zerstört. Selbst in relativ kleinen Mengen hat Beta-Glucan also bereits negative Auswirkungen auf die Gesundheit Deiner Hühner. Im Besten Fall führt es nur zu einer geringfügigen Reduzierung der Legetätigkeit, im schlimmsten Fall zum Tod.

Fazit

Haferflocken sind, wie jedes andere Getreide, als Alleinfuttermittel nicht geeignet. Das Futter für Legehennen muss alle relevanten Nährstoffe enthalten und: das Huhn muss sie auch verwerten können!

Hafer, oder auch Gerste und Roggen sind durchaus Teil von Futtermischungen für Legehennen. Diesen fertigen Mischungen werden aber bestimmte Enzyme beigemischt (NSP-Enzyme (Nicht-Stärke-Polysaccharide-Enzyme) wie Beta-Glucanase), die die problematischen glykosidischen Bindungen spalten.
Ohne diese Enzyme können Deine Hennen nicht vom vollen Nährwert des Hafers profitieren und, wie in Kathy Shea Morminos Artikel klar wird, hindert ein Zuviel an Haferflocken Deine Hühner auch in der Aufnahme der Nährstoffe aus den restlichen Komponenten ihres Futters.

Aus einem Informationsblatt des Lfl Bayern zur Legehennenfütterung heißt es:

  • In der ökologischen Hühnerfütterung sind die Anteile an NSP-haltigem Getreide (Gerste, Hafer, Triticale) begrenzt, da keine NSP-spaltenden Enzyme eingesetzt werden dürfen.
  • NSP-Enzyme (Nicht-Stärke-Polysaccharide-Enzyme) vermögen es, schwer verdauliche Kohlenhydrate aufschließen und erbringen dadurch auf verschiedene Weise positive Effekte auf die Ernährungsphysiologie. Beim Einsatz von Komponenten mit hohem Gehaltan NSP (z.B. Gerste, Hafer, Roggen, Triticale) sollte nicht auf den Einsatz entsprechender Enzyme verzichtet werden.
  • Getreide enthält ca. 10–17 % für Legehennen unverdauliche NSP, Restkohlenhydrate und Zellwandbestandteile. Durch den Einsatz von NSP-Enzymen im Futter kann die Nährstoffverfügbarkeit deutlich erhöht und die Stickstoffausscheidungen reduziert werden. Weitere positive Effekte sind die Veränderung der Zusammensetzung der Darmflora und der Abbau antinutritiver Substanzen.
    Laut einer Futterkomponentenempfehlung sollte Hafer nur max. 20 % ausmachen. Ich werde Haferflocken also weiterhin als gelegentliches Leckerli verfüttern – nachdem meine Hühner bereits ihr Legemehl gefressen haben und als Teil ihrer täglichen Körner-Nasch-Ration. Bei der Kükenaufzucht werde ich darauf achten, dass der Anteil an Haferflocken bei maximal 20% liegt und auf eine buntere Mischung an gekeimtem Getreide/Sämereien zurückgreifen. Als einen reichhaltigen Start in einen kalten Wintertag wird es Haferflocken aber auf keinen Fall geben!

     

    Weitere Quellen und Links zu Informationen

  • http://www.transgen.de/datenbank/enzyme/2002.glucanase.htmlhttp://neospark.com/images/nsp.pdf
  • http://www.schaumann-stiftung.de/cps/schaumann-stiftung/ds_doc/3_1_lf_simon.pdf
    Lösliche ß-Glucane und Pentosane können bei jungem Geflügel zu Viskositätserhöhung im Verdauungstrakt, Beeinträchtigungen der Nährstoffresorption, Leistungsminderungen und klebrigen Extrementen führen
Was ist Beta-Glucan
  • (Warum es für uns Menschen wertvoll ist) https://www.vitalstoffmedizin.com/sekundaere-pflanzenstoffe/beta-glucan.html
  • https://fet-ev.eu/beta-glucane/:
    Beta-Glucane besitzen ein sehr hohes Quellvermögen und können große Mengen Wasser binden. Durch das Aufquellen der unverdaulichen Nahrungsfasern wird das Mahlzeitenvolumen erhöht, wodurch es zu einer stärkeren Magenwanddehnung und einer verzögerten Magenentleerung kommt. Dies wirkt sich zum einen positiv auf das Sättigungsgefühl aus und führt zum anderen dazu, dass die im Nahrungsbrei enthaltenen Nährstoffe – insbesondere die aus der Spaltung resultierende Glukose – langsamer resorbiert werden.
  • https://www.vdd.de/fileadmin/downloads/Kongress_2012/Abstracts/Beta-Glucan_VDD_2012_Kurzfassung_Wunderlich.pdf
    Hafer-Beta-Glucan bildet im Magen und Dünndarm eine zähflüssige Konsistenz, die eine verlangsamte Resorption der Nährstoffe aus der gelartigen
    Masse zur Folge hat.
  • http://www.lohmann-information.com/content/l_i_3_00_artikel4.pdf

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Kommentare

  1. Vinzenz

    Hallo Denise

    Das ist wieder ein spannender Artikel auf deiner schön gestalteten Seite geworden! So fundierte Websites findet man leider nur selten.
    Dass Haferflocken bedenklich sein könnten, habe ich nicht erwartet, dass man diese nicht ausschliesslich füttern sollte, ist aber einleuchtend. Ich gebe sie meist als Zusatz zu geraspelten Karotten, Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch ins Futter, damit sie Öl und Essig aufsaugen. Diese Zusatzfütterung gebe ich erst am Nachmittag, somit haben die Hühner schon eine Ration Mehl am Morgen gefressen.
    Eine reine Mehl- und Körnerfütterung halte ich, obwohl genau auf die Bedürfnisse der Hühner abgestimmt, für wenig tiergerecht, da Hühner einen extrem breiten Menuplan haben. Wenn das Frischfutter variiert, ergänzen sich die einzelnen Substanzen und führen über mehrere Tage wieder zu einer ausgewogenen Ernährung.
    Mein Urgrossvater hat uns für ein langes Leben geraten: Nehmt von allem ein wenig, aber von nichts zu viel.

    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag!
    Vinzenz

    • Denise

      Das ist ein wirklich schöner Spruch von deinem Urgroßvater! Und für das meiste im Leben anwendbar. 🙂 ich hab auch jeden Tag ein bisschen kesselbuntes mit im Futter. Gemüsereste und Sprossen, Kräuter und Samen. Wird sowieso alles restlos verputzt. Karotte, Zwiebel, Kräuter & Knoblauch: deine Hühner können sich wirklich glücklich schätzen – sind bestimmt pumperl gesund!
      Spannend finde ich generell das System des „Auswahlfutters“ (des Auswahlfütterns?). Aber da muss ich mich nochmal mehr einlesen. Ich glaube, wenn man es mal ausgetüftelt hat macht es weniger Arbeit als das tägliche selber füttern. Andererseits macht so ein bisschen Hühner-Restaurant ja auch Spaß… 😉

  2. Nicole

    Liebe Denise
    Vielen Dank für den wie jedes MAl spannenden Beitrag!
    Auch ich habe ab und zu Haferflocken verfüttert und dachte ich tu meinen Huunis was gutes….

    Meine Nachbarn haben Bier gebraut und mir den Treber (gekochte Gerste) als Hühnerfutter gegeben.
    Ist das nun auch schädlich?

    Vielen Dank für deine Zeit.

    Liebe Grüsse
    Nicole

    • Denise

      Hallo Nicole, schlecht ist der Hafer ja nicht – nur ist er für sich allein nicht ausreichend. Mit treber kenn ich mich nicht aus, aber soweit ich weiß, ist bei Gerste der Beta-glucan Gehalt sogar noch ein Stückchen höher als bei Hafer. andererseits könnte ich mir vorstellen, dass im biertreber einiges an Bierhefe gebunden ist, die ist super gesund für Hühner ( in Maßen!, so 1-2%).
      Ich vermute, frischer treber hält sich nicht so lang, oder…? Ich kenn das, wenn man was wegschmeißen muss, was doch eigentlich verfüttert werden könnte…! Das wurmt.
      Ich würde es Ihnen als Ersatz ihrer Leckerli Ration geben. aber ihr Legemehl oder -korn oder was du so als „Hauptfutter“ gibst solltest du nicht strecken. Wenn dann was auf dem Kompost landen muss…tja, dann freut sich eben der 🙂

  3. Alana

    Liebe Denise!
    Ich möchte hier einfach mal was los werden…
    Ich finde deine Artikel/Beiträge super hilfreich!! Da ich noch nicht so lange Hühner habe (so ca.1 1/2-2 Jahre) kann ich auch immer noch etwas Neues lernen :D. Deine Beiträge sind auch für mich mit meinen 15 Jahren gut verständlich, was leider nicht selbstverständlich ist…-.-

    Mach bitte auf jeden fall so weiter, wie bisher!! Ich freue mich immer auf neue Beiträge von dir <3

    Ich finde es auch sehr gut, dass du dir auch die Mühe machst, z.B. Artikel aus dem englischen zu übersetzen und zusammen zu fassen. Außerdem ist es auch schön, dass du so viele unterschiedliche Themen behandelst! (Obwohl mich die Beiträge zum schlachten nicht interessieren, da ich Vegetarierin bin, seit ich meine Hühnchen habe ^.^)…
    Ich hoffe, dass der nächste Beitrag von dir wieder genau so gut wird, wie es alle anderen sind!!

    LG !
    Alana

    • Denise

      Danke, Alana! So liebe Worte, das freut mich 🙂 Schön, wenn Du in den Artikeln was Nützliches für Dich und Deine Hühnchen findest! Ich werde weiterhin vor allem auch die englischen Blogs und Foren durchstöbern, da gibt es tatsächlich noch eine Menge zu lesen & zu lernen. Die „backyard chicken“ community ist dort wirklich schon ein Stück größer… Es kommen also bestimmt noch mehr Artikel aus der Ecke.

  4. Rolf Speck

    Hallo Denise!
    Ich finde deine Internetseite echt klasse. Es sind sehr abwechslungsreiche Themen. Über die nicht schon 1000 Schlaue was erzählt haben.
    Die Themen sind sehr verständlich erklärt. Deine Vorbereitung ist sehr gut. Mach einfach weiter so.

    Ich muss dir gestehen ich habe noch gar keine Hühner. Spiele aber schon 2 Jahre mit dem Gedanken mir welche anzuschaffen.

    Das Thema mit dem Schlachten sehe ich sehr nüchtern. Wenn jemand züchtet oder zu viele Tiere hat, kann er sie verschenken oder verkaufen. Andern falls muss er sie schlachten lassen. Was ganz legitim ist, wenn man seine eigenen Tiere nicht schlachten möchte oder kann. Ich weiß von Kaninchenzüchtern die schlachten sich gegenseitig ihre Tiere, was auch eine gute Idee ist wenns klappt.
    Was ich aus Erfahrung vom Fischen und Jagen sagen kann, dass man ein Stück Fleisch mit ganz anderen Augen betrachtet, wenn man ein Tier getötet hat! Es musste ein Geschöpf für dieses gute Lebensmittel sterben. Die Wertigkeit wird eine ganz andere. Man isst es viel bewusster.

    Im Discounter in der Verpackung sieht man nichts.
    Ich weiß nicht, wenn ich was kaufe ob?
    Sind sie so schonend geschlachtet worden wie es ein Geschöpf aus Respekt verdient?

    Das alles weiß ich, wenn ich meine Tiere schlachte oder zum Metzger meines Vertrauens bringe.

    Es würde sich schon einiges besser, wenn die Leute den Mut hätten beim Schlachten zu zuschauen.
    Die vielen Arbeitsschritte die notwendig sind, bis man ein Küchenfertiges Stück Fleisch vor sich liegen hat würde vielleicht zum Nachdenken anregen!?! Dass bei dem Billigfleisch viel auf der Strecke bleibt brauche ich dir ja nicht erzählen.

    Viele Grüße aus
    Wurmlingen

    • Denise

      Danke, Rolf, für dein Lob und deine Gedanken. Ich stimme dir zu, es ist etwas ganz anderes, ein Tier, dass einmal Nahrung wird, als Lebewesen wahrzunehmen. Wir haben von unserem Gockel letztes Jahr ganze 3 Mahlzeiten gehabt – als immerhin 3,5 Esser. Jedes bisschen wurde dankbar zubereitet und mit viel Beilage gegessen (ganz so groß war er doch nicht, der Hahn). Das Fleisch war dabei das Besondere und nicht die „Masse“ – es war uns tatsächlich zu kostbar, es einfach so auf einmal „wegzuessen“. Schade, dass Fleisch oft so billig angeboten wird – der (wertlose) Preis unterstützt den wahllosen Verzehr…
      Ich hoffe, du realisierst deinen Plan von der Hühnerhaltung bald! dann gibt es einen Garten mehr in dem man Hühner beobachten kann und sieht, was für schöne, wertvolle Tiere das sind 🙂

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